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Prometheus, één van de Titanen uit de Griekse mythologie, heeft de goden het vuur geroofd en daarmee voor de mensen de ontwikkeling van wetenschap en techniek in gang gezet. Hij stelt zich mij voor ogen als een soort archetypus van de mens van deze tijd (het Michaël- tijdperk, begonnen 1879), die op de buitenwereld is gericht en de productie van goederen, behoeftebevrediging en consumptie tot hoofddoel van zijn leven heeft gemaakt, maar daarbij zich zelf opbrandt en moet vechten om zijn lichamelijke en psychische energie op pijl te houden – een tegenstrijdigheid, waar menigeen tegenwoordig in staat. In termen van de Indische filosofie zou je dit de strijd tussen kama en prana kunnen noemen. (Oorspronkelijke publicatie: Goetheanum 13, 2003)
Der prometheische Leidenskampf Die Herausforderung der Empfindungsseele im Zeitalter Michaels Das Alltagsleben der Empfindungsseele Keine andere Tatsache des Seelenlebens ist für den heutigen Menschen eine so selbstverständliche und alltägliche Gegebenheit wie die von außen an ihn herandringenden Sinnesreize und die eigene innere Reaktion des Begehrens oder Verabscheuens. Von außen kommt der Reiz, von innen die Reaktion. In diesem Wechselspiel lebt die Empfindungsseele. An ihm entzündet sich das Realitätserleben, sowohl das der Welt als auch der eigenen Person. Je stärker Reiz und Begehren, desto intensiver wird Realität erlebt. Doch da sich die Wirkung eines Reizes durch Gewöhnung abstumpft, müssen immer wieder neue und stärkere Reize herangeschafft werden. Darin zeigt sich die ihm innewohnende Natur des Begehrens, ins Grenzenlos hineinwachsen zu wollen. The sky is the limit – wobei auch der Himmel zum Objekt egozentrischer Besitzgier wird. Die Quelle des Begehrens ist Kama, die Astralmaterie. Sie ist der Motor des modernen Menschen, der ihn in Bewegung setzt und zu rastloser Tätigkeit veranlasst. Diese darf keinen Moment erschlaffen, denn der Pegel des Realitätsempfindens sinkt sofort, wie der Wasserspiegel im Gartenteich, wenn nicht ständig frisches Wasser zufließt. Dessen Quelle ist Prana, der Ätherdoppelkörper. (Over de aura of de onzichtbare mens) Bei dem Streben, den Forderungen von Kama zu genügen, das „Befriedigung innerhalb der Materie verlangt“ (GA 92, 7.10.1904), wird die Lebenskraft ausgelaugt, der Ätherleib erschöpft und ausgehöhlt. Das zeigt sich heute auf allen Lebensgebieten, von der Umweltzerstörung bis zum Burnout. Diesen Zusammenhang brachten die Griechen zum Ausdruck in der Prometheus-Sage. (De evolutie van het denken en de kracht van magie) Kama wird symbolisiert in dem Geier, der an der Leber des Prometheus frisst, prana durch die Leber. Weil Prometheus an die mineralische Natur gefesselt ist, den Felsen, den Kaukasus, ist er dem Geier ohnmächtig ausgeliefert (Schlachtopfer). Erst Herakles, der menschliche  Eingeweihte, kann ihn aus dieser unerträglichen Lage befreien. „Bei der Prometheus-Sage“, so Rudolf Steiner, „haben sie das Fressen des Geiers an der Leber. Das ist ganz wörtlich zu nehmen. Der Geier frisst wirklich an der Leber der fünften Wurzelrasse (die 7 nachatlantischen Kulturperioden, d.V.). Es ist der Kampf des Magens mit der Leber. In jedem einzelnen Menschen wiederholt sich während der fünften Wurzelrasse dieser prometheische Leidenskampf. Vollständig wörtlich ist das zu nehmen, was hier in der Prometheus-Sage ausgedrückt ist. Wäre dieser Kampf nicht da, dann wäre das Schicksal der fünften Wurzelrasse ein ganz anderes“ (GA 92, a.a.O.). Der Streit des Zeitlichen mit dem Ewigen Unser alltägliches Leben, das so weit weg zu sein scheint von aller Spiritualität, hat in Wirklichkeit einen allgegenwärtigen okkulten Untergrund. Es ist der Kampf des Astralleibes mit dem Ätherleib, des selbstsüchtigen, unersättlichen Begehrens mit den reinen Lebenskräften. Dieser Kampf muss gekämpft werden, denn: „Die sterbliche Menschheit soll sich während der fünften Wurzelrasse auf die eigenen Füße stellen“ (GA 92, a.a.O.), d.h. aus sich selbst heraus ein Verhältnis gewinnen zu ihrem sterblichen und unsterblichen Teil. (Die Aura des modernen Menschen) Konsum ist dabei der Schlüsselbegriff. Während der Astralleib den Konsum verlangt und sich durch ihn fett mästet, wird der Ätherleib immer fadenscheiniger und dünner, seine Kräfte werden aufgezehrt. Das Alltags-Ich erlebt Konsum als Bereicherung seiner selbst, ja als Grundlage seiner Existenz. Für das ewige Ich aber bedeutet Konsum Verlust und nicht Gewinn, bedeutet das Aufreiben seiner Kräfte im Dienste der Vergänglichkeit. Es sind das die schöpferischen Quellkräfte von Initiative und Gedankenlicht, von leibfreiem Willen und leibfreiem Denken, auf die Michael seine Anwesenheit in der
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