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Vanuit mijn onderzoek naar hoe denken en wil samenwerken in het handelen, leg ik in dit artikel een mogelijk voor menigeen verrassende link tussen Gandhi's handelen vanuit geweldloosheid en Rudolf Steiners “Filosofie van de Vrijheid”. Het gaat mij daarom, dat je bij Gandhi heel concreet kan zien, dat intuïtie, moraliteit en fantasie uit een andere wereld stammen en kernkwaliteiten zijn voor de kracht van je eigen handelen, wanneer dit niet meer steunt op traditionele normen en waarden, maar ontspringt uit het inzicht van je hart. (oorspronkelijke publicatie: Die Drei, März 2014)
Verankert am anderen Ufer des Seins oder –                    auf dass der Mensch ganz Mensch werde Zum Handeln aus moralischer Intuition und moralischer Phantasie bei Mahatma Gandhi Suche nach der Wahrheit, und diese wird dir geben, was die größte Seligkeit ist, was Keim der Liebe ist. Rudolf Steiner Das Handeln aus moralischer Intuition und moralischer Phantasie scheint ganz naheliegend und zugleich ein unendlich fernes und hohes Ziel. Für den Alltag scheint es auf den ersten Blick nicht mehr zu beinhalten, als dass ein Mensch in einer bestimmten Situation aus eigener Einsicht und eigenem Antrieb handelt. Doch dies Einfache und Einleuchtende kann in der Praxis gerade zu Undeutlichkeiten und Fragen Veranlassung zu geben. (1) Ist eine Handlung schon dadurch eine ethisch individuelle, dass sie die meine ist? Wodurch wird individuelles Handeln ein ethisches oder moralisches, und ist es nicht nur routiniert, klug, rationell, angepasst, genormt, rebellisch, fortschrittlich oder was auch immer? Was tritt an die Stelle ethisch allgemeingültiger Normen und Werte, wenn diese nicht mehr handlungsleitend sein sollen? Wodurch bestimmt sich dann noch, ob eine Handlung gut oder böse ist? Daraus ergibt sich die weitere Frage, in welches Verhältnis zu sich selbst, der menschlichen Mitwelt und der Natur ein aus moralischer Intuition und moralischer Phantasie handelnder Mensch tritt. Das Leben Mahatma Gandhis (28. Dezember 1869 – 30. Mai 1935) ist inzwischen eine Legende geworden und Albert Einstein sagte von ihm: „Kommende Generationen werden kaum mehr glauben können, dass jemand wie er jemals in lebendem Leibe hier auf der Erde gewesen ist.“ Seine Autobiographie „Die Geschichte meiner Experimente mit der Wahrheit“ (2), die vielen Zeugnisse seiner Zeitgenossen und sein eigenes Werk (90 Bände) machen es möglich, dem Entwickelungsweg Gandhis zum Quell seines Handelns mit Blick auf die moralische Intuition und Phantasie im Sinne der „Philosophie der Freiheit“ Schritt für Schritt zu folgen. Sein Handeln zeigt einen einzigartigen Brückenschlag zwischen einem höchsten, fernen Ideal und dem ganz gewöhnlichen alltäglichen Leben. Was er sagt ist einfach und spricht in seiner unmittelbaren Menschlichkeit direkt zum Herzen. Es überzeugt vor allem durch seine konsequente Praxisbezogenheit, Nüchternheit und Unprätentiösität. (Die Alchemie des Leidens. Mahatma Gandhi – ein Leben aus der Auferstehungskraft des Ich) Die zwei Bewegungsrichtungen der moralischen Intuition Wie umschreibt Rudolf Steiner den Begriff der moralischen Intuition? An zentraler Stelle im IX. Kapitel der „Philosophie der Freiheit” heißt es: “Ich erkenne kein äußeres Prinzip meines Handelns an, weil ich in mir selbst den Grund des Handelns, die Liebe zur Handlung gefunden habe. Ich prüfe nicht verstandesmäßig, ob meine Handlung gut oder böse ist; ich vollziehe sie, weil ich sie liebe. Sie wird “gut”, wenn meine in Liebe getauchte Intuition in der rechten Art in dem intuitiv zu erlebenden Weltenzusammenhange darinnensteht; “böse”, wenn das nicht der Fall ist.” Dies kennzeichnet eine Handlung aus moralischer Intuition als eine solche, in der mein Verhältnis zum Weltganzen einerseits zusammenwirkt mit der Liebe zu dem ganz spezifischen Objekt meiner Handlung andererseits. Aus der Formulierung ist eine Bewegung in zwei Richtungen abzulesen. Einerseits steht das Ich durch seine “in Liebe getauchte Intuition”, das heißt durch eine intensive, hingebungsvolle
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