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Dood en opstanding zijn hier gebruikt als metafoor voor een ervaring, die je bij het kijken naar moderne kunst kan hebben. Er zijn kunstwerken, die je als beschouwer in een toestand brengen van radeloosheid. Je weet gewoon niet, wat je ermee aan moet. Ze zeggen je niets, je begrijpt de zin ervan niet. Dat is een aanslag op je zelfbewustzijn, een soort doodsbelevenis. Maar tegelijk ontstaat daardoor een open situatie, je wordt uitgedaagd, je verslagenheid te overwinnen en jezelf opheldering te verschaffen, wat er aan de hand is. Je moet je eigen zielegeroezemoes gaan doorlichten en doorstoten tot wat het kunstwerk je te zeggen heeft. Lukt dit, dan leef je helemaal weer op en heb je een nieuwe, onvoorziene ontdekking gedaan. Oorspronkelijke publicatie: Goetheanum 21/2002
Tod und Auferstehung der Seele Gedanken zum Verhältnis von Wahrnehmung und Begriff in den Bildern Andy Warhols In der sinnlich wahrnehmbaren Welt gibt es nirgends auch nur zwei Gegenstände, die miteinander völlig übereinstimmen. Das ist selbstverständlich, was verschiedene Dinge betrifft – Bäume, Häuser, Hunde usw. Aber auch zwei Exemplare derselben Gattung sind für die sinnliche Wahrnehmung nicht gleich. In den “Grundlinien” (GA 2, Kap. 11) formuliert Rudolf Steiner: “Es ist in zwei Dingen gleicher Gattung gar nichts wirklich Gemeinschaftliches, wenn man bei der Sinneserfahrung stehen bleibt. Ein Beispiel wird das klarlegen. Das einfachste ist das Beste, weil es sich am besten übersehen lässt. Betrachten wir folgende zwei Dreiecke.” Aber auch von 20 Rosen, zum Strauss gebunden, sind nicht zwei genau gleich. Und zwar nicht wegen ihrer numerischen Verschiedenheit, sondern auf Grund wahrnehmbarer Details: Dicke und Beugung des Stängels, Stand der Dornen, Grad der Öffnung der Blüte, Farbschattierung usw. Auf diese Details lasse ich mich in der Regel gar nicht ein. Meine Alltags-Aufmerksamkeit gleitet über sie hinweg. Ich bin zufrieden, wenn ich festgestellt habe: “Rosen”. Beim Betrachten der Bilder Andy Warhols (zunächst derjenigen, die sich wie “100 Cans”, “Double Elvis”, Neun Jackies” usw. in Wiederholungen ergehen) werde ich mit der Nase auf die Tatsache gedrückt, dass ich die natürliche Welt verlassen habe. Nur diese kennt das Prinzip der individuellen Verschiedenheit bei gleicher Gattung. Hier aber trete ich in eine ganz andere Welt ein, eine unnatürliche Welt. Ist das die Welt der Kunst, oder ist es eine – künstliche Welt? (Warhol Museum, www.warhol.org) Jedenfalls arbeitet sie mit dem Prinzip der Vervielfältigung, der endlosen Reproduzierbarkeit, die ein Wesenszug der Technik ist. Bei Serienherstellung von Artikeln fallen individuelle Unterschiede in die Rubrik “Fabrikationsfehler”. Sie sind so weit wie möglich auszuschließen. Es geht um das perfekte, ewig gleiche Produkt. An diesem Punkt wird mir auf einmal bewusst, welchen “Mehrwert” die Natur in sich trägt verglichen mit der Technik. Es sind gerade die wahrnehmbaren Details, in denen der wahre Proteus verborgen ist (oder zum Vorschein kommt): das Leben. Dieses Element der Lebendigkeit ist es, was ich in den Bildern Warhols vermisse. Statt des Reichtums individueller Lebendigkeit bekomme ich tote Abstraktionen aufgetischt. Das wird um so irritierender, wenn es nicht mehr nur um Suppen-Konserven oder Cola-Flaschen, sondern um Menschen geht – Mona Lisas zum Beispiel, “Thirty are better than one”.
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