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Dit tweedelige artikel is geschreven om een andere klank te laten horen in een tijd, waarin het christelijke karakter van Rudolf Steiners werk steeds weer in vraag wordt gesteld. Voor mijn gevoel spreekt door het hele werk van Rudolf Steiner, net zo als door het werk van vele andere grote mensen, een sterk christelijk impuls (denk aan Mani, Pascal, Solowjef, Tolstoj, Gandhi, Exupéry en velen meer). (Wat ons inspireert) Rudolf Steiner noemt Christus “de heer van het karma” en karma zelf de wet, die te gronde ligt aan de gang van de evolutie. Door deze twee wordt een voortschrijdende ontwikkeling mogelijk gemaakt. Dit artikel kan je een idee geven, wat karma en reïncarnatie concreet inhouden en hoe je daar zelf mee te maken hebt, ook wanneer je dit helemaal niet bewust is. Dit laatste laten de de vier causae van Aristoteles zien, die niet alleen inzichtelijk kunnen maken, hoe de karmische causaliteit werkt, maar ook, hoe de grote kosmische wetmatigheden van karma en reïncarnatie doorwerken tot in de structuur van je dagelijks handelen. (oorspronkelijke publicatie: Anthroposophie – Vierteljahrsschrift zur anthroposophischen Arbeit in Deutschland, Johanni und Michaeli 2011)
Karma als Kunstwerk Rudolf Steiners Karma-Begriff und die vier Gründe des Seienden bei Aristoteles Teil I Bekanntlich betrachtete Rudolf Steiner das Wiedererwecken des Bewusstseins für Karma und Reinkarnation als seine zentrale, vorangigste Aufgabe. Diese ergreift er in dem 1910 in Hamburg gehaltenen Vortragszyklus "Die Offenbarungen des Karma" (GA 120) auf ganz spezifische Weise. Dieser Zyklus hat einen anderen Charakter als (beispielsweise) die bei der Weihnachtstagung 1923/1924 gehaltenen Vorträge, die schlichtweg als die Karma- Vorträge bekannt sind (GA 235-240). Er behandelt weder große kosmische Zusammenhänge (von einigen Anklängen einmal abgesehen), noch Mysterienströmungen, noch Inkarnationsreihen hervorragender Persönlichkeiten. Vielmehr beginnt Rudolf Steiner diesen Zyklus mit einer "Worterklärung" oder "Definition" von Karma. Das, wie er selbst feststellt, entgegen seiner sonstigen Gewohnheit, mit der Darstellung von Tatsachen zu beginnen, die, wenn sie in entsprechender Weise gruppiert und geordnet sind, von selbst zu Vorstellungen und Begriffen führen. Ein solcher goetheanistischer Weg fragt aber viel Zeit - vom Sammeln des Materials, seiner Verarbeitung und Ordnung bis zum Aufleuchten der Urphänomene. Darum wird der kürzere Weg eingeschlagen und zur besseren Verständigung mit den Kursteilnehmern auf knapp 4 Seiten eine Beschreibung von Karma gegeben, die 4 Aspekte umfasst. Was beinhaltet diese begriffsmäßige Umschreibung der karmischen Kausalität für das Verständnis von Karma? Wie und wo zeigt sich im Leben die Wirkensweise der karmischen Kausalität durch die genannten vier Schichten hindurch? Diese Frage war der Ausgangspunkt meiner Untersuchungen zu diesem Karma-Begriff. Dabei erwiesen sich die 4 Gründe alles Seienden nach Aristoteles als entscheidende Verständnishilfe. Die dem Menschen entgegenkommende Welt Zunächst wird Karma umschrieben als das "geistige Ursachengesetz", "das Gesetz, wonach auf gewisse Ursachen, die im geistigen Leben liegen, gewisse Wirkungen folgen." Damit wird das in der Naturwissenschaft wohlbekannte Kausalitätsgesetz auf das Gebiet des geistigen Lebens übertragen. Was bedeutet Kausalität? In der Naturwissenschaft ist sie das Erklärungsprinzip schlechthin. Kann für eine Erscheinung die Ursache angegeben werden, so betrachtet man sie damit als erklärt. Es fällt auf, dass Rudolf Steiner aber einen ganz anderen Aspekt der Kausalität hervorhebt, der sonst wenig Beachtung findet. Eine Ursache kann nämlich nur dann eine Wirkung hervorbringen, wenn ihr etwas entgegenkommt, in dem sie verursachend wirken kann. Der Regen kann nur dann die Ursache für das nass werden der Straße sein, wenn diese erst einmal da ist. Und die Sonne hat z.B. eine Metallplatte nötig, um ihre Wärmewirkung in ihr entfalten zu können. Ist ein solches "Entgegenkommendes" nicht vorhanden, dann geht die verursachende Kraft sozusagen ins Leere. Das könnte zunächst als müßige Begriffsspalterei erscheinen, erweist sich bei näherem
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