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noch als Lebensflamme im eigenen Leib. (Evolutie – een gesprek tussen licht en duistenis) Das beschriebene geschlossene System, die Ausrichtung des Seelenlebens auf die Bearbeitung des Materiellen mit Hilfe der Naturgesetze und das Konsumieren und Genießen der Resultate dieser Arbeit in der freien Zeit, führt zu einer charakteristischen Konfiguration der Wesensglieder in der Aura des modernen Menschen. Durch diese Zentrierung lebt der Mensch der Bewusstseinsseele stark in dem Erlebnisstrom, den die Empfindungsseele ihm zuführt, die Seele, die das Ich durch die Sinne für die Außenwelt aufschließt. Im Zusammenwirken von Ätherleib und Empfindungsseele entstehen die Phänomene des Gefühlsmäßig-Lebendigen. Das seit dem Beginn der griechischen Philosophie in jahrhundertelanger Entwicklung in der Verstandes-Gemütsseele ausgebildete Denken wiederum richtet sich auf den aus der Empfindungsseele zugeströmten Erlebnisinhalt, nicht so sehr, um diesen zu begreifen, sondern um ihn erinnernd noch einmal auszukosten, und vor allem, um die Bedingungen seines  Entstehens zu erfassen und stets zielgerichteter herbeiführen zu können. Das Denken der Verstandesseele wird so in den Dienst der leiblichen Bedürfnisse gestellt. Dadurch bleibt das Denken in den Grenzen, die ihm durch die Empfindungsseele gesteckt sind. Die Bewusstseinsseele wiederum, in der das menschliche Ich zu sich selbst erwacht, entwickelt sich, ihren natürlichen Anlagen entsprechend, zunächst auf der Grundlage dessen, was die Verstandesseele ihr zur Verfügung stellt. „Da ist etwas, was noch aus der Verstandesseele herausragt in die Bewusstseinsseele, das ist das Denken. Die Stärke, die Klugheit des Denkens ist es.“ (GA 58, 28.10.1909) Auch dieses Denken der Bewusstseinsseele steht zunächst noch ganz im Zeichen der Forderung nach Erhaltung und Erhöhung der eigenen Existenz. Doch fasst die Bewusstseinsseele die Sache durchgreifender, das heißt globaler an. Sie erlebt ihre soziale Umgebung und die Erde als Ganzes wie einen Raum, der strahlenförmig von allen Seiten auf sie selber weist. So entfaltet sich ganz natürlich ihre Selbstbezogenheit, ihr alles überwältigender Egozentrismus. Spiegelungen an der Grenze der geistigen Welt Damit ist die Entwicklung, die der Seele auf der Grundlage des Leibes möglich ist, erschöpft. Es hat eine aufsteigende Bewegung stattgefunden vom Sein zum Bewusstsein, vom  Eintauchen in die Sinneseindrücke durch das Leben zur empfindenden Seele, die das Denken als Mittel zum Zweck gebraucht. Nun stößt der Strom der seelischen Entwicklung an die Grenze eines Gebietes, das durch die Instrumente, die der Leib der Seele zur Verfügung stellt, nicht mehr erreichbar ist. Jedoch ist das Ich durch die aufsteigende Bewegung zum Bewusstsein seiner selbst gekommen. Denn durch das Anstoßen an die Grenze der geistigen Welt wiederholt sich auf seelischer Ebene die Erfahrung des Zu-sich-selbst-Erwachens, die das Kind durch das  Anstoßen seines Leibes an die physische Welt in der Tasterfahrung macht. Zugleich aber wird der Strom der leibgetragenen Entwicklung durch das Anstoßen an die Grenze der geistigen Welt in sich zurückgestaut. Es entsteht eine rückläufige Welle, die in die Vergangenheit, das im Sinnlichen und im Bewusstsein Gegebene, gerichtet ist. Das Ich will sich des Bodens vergewissern, aus dem es emporgewachsen ist, und sieht sich selbst als Ziel- und Endpunkt der Schöpfung an. Auf diese Weise erübt das Ich in der Bewusstseinsseele eine wesentlich neue Fähigkeit: die Fähigkeit der Reflexion. Die Philosophie Hegels steht da wie die Vollendung dessen,was sich aus dem rückläufigen Strom ergibt. In einer weit ausholenden Gedankengebärde umfasst sie alles,was seit der Geburt des philosophischen Denkens in Griechenland von Menschen gedacht worden ist. Doch geht sie nirgends über die Grenze hinaus, die der Seele durch den Leib gesteckt ist. Hegel führt die Reflexion, in der der Gedanke sich selbst anschaut, zu ihrer höchsten Vollendung. Für ihn vollzieht sich im menschlichen Denken ein Sich-selbst-Ergreifen des Weltgeistes. Doch liegt es im Wesen der Reflexion, dass sie immer wieder in sich selber zurückfällt. Sie bleibt der Vergangenheit verhaftet. „Vom Denken aus kann sie [die menschliche Seele] zunächst nicht weitergehen; sie kann nur immer wieder denken.“ (GA 18, S. 336) „Die Art, wie Hegel den Gedanken auffasst, führt in der Tat die Weltanschauungs- entwickelung zu einem toten Punkt.“ (GA 18, S. 339) Begegnung mit dem Tod Was die rückläufige Bewegung der dreifach eingeschachtelten Seele in ihrer absoluten  Diesseitigkeit für die Entwickelung des Menschen bedeutet, zeigt sich ihm erst nach dem Tod. Rudolf Steiners Erforschungen des nachtodlichen Lebens geben Einsicht in eine Welt, die der
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