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irdischen völlig entgegengesetzt ist. Was er auf Erden nur als inneres Erlebnis kannte, die Erscheinungen des Gefühlsmäßig- Lebendigen im eigenen Leib, erfüllt nun den ganzen Raum, in dem er anwesend ist. Und er nimmt wahr, wie die geringste Regung, die von ihm ausgeht, in diesem Element Reaktionen hervorruft, wie er Freude oder Schmerz, Spannung oder Entspannung erzeugt. „Der Tote kann nie eine Aktion ausführen, ohne dass er weiß, er lebt und webt nicht nur in Lebendigem, sondern in Gefühlsmäßig-Lebendigem. Gefühlsmäßiger Reiz ist ausgebreitet über seine ganze Umgebung.“ (GA 179, S. 40) Es ist die Welt des Verlangens, die die „Theosophie“ auch die Begierden- oder Wunschwelt“ nennt. Ihren Wesen ist die Reizbarkeit eigen (Stimulus- Respons), das triebhafte Begehren. Im Durchgang durch die Seelenwelt vollzieht sich für den Toten schrittweise der Prozess des Ablegens seines Astralleibes. All diese Erfahrungen und Verrichtungen des Toten im Element des Gefühlsmäßig-Lebendigen führen nun zu einem ganz entscheidenden Erlebnis. Der Tote erkennt, warum er als Mensch auf der Erde keinen Zugang hat zu den Lebenskräften, die ihn nun nach dem Tode überall umgeben. Denn in diesen gefühlsmäßig-lebendigen Kräften wohnt de starke Drang, anderes Gefühlsmäßig-Lebendiges herabzustimmen, zu schädigen, zu zerströren, zu töten. Wäre dieses Element während des Lebens nicht eingeschlossen in den Leib und dadurch mehr oder weniger unbewusst, so wäre die Gefahr eine große, dass der Mensch „jederzeit dieses Gefühlsmäßig-Lebendige, das zwischen Geburt und Tod liegt, zum Verderb des übrigen Gefühlsmäßig-Lebendigen in der Welt verwenden könnte.“ (GA 179, S. 43) (De angel van het kwaad en ziekte) Durch die absolute Diesseitsgerichtetheit der dreifach eingeschachtelten Seele gerät diese in den Machtbereich Ahrimans. Er gibt den Seelen alle Versprechungen irdischer Erfüllung, um sie nach dem Tode in nichts zerstieben zu lassen. So beschreibt Rudolf Steiner, was er wahrnehmen konnte beim Schwellenübertritt von Ahriman verführter Seelen: „Das zeigt sich am besten, wenn man eine Seele beobachtet unmittelbar in dem Moment, wo sie durch die Pforte des Todes gegangen ist. In diesem Moment schwirren sie ganz besonders heran, diese geistigen [ahrimanischen] Wesenheiten. Da sind sie in Fülle da, und es ist nicht zu verwundern, dass sie da sind, denn sie sind ja die Geister der Zerstörung. Ihre regelmäßige Tätigkeit ist es, dass sie an der Zerstörung der physischen Organisation arbeiten. Das gehört zu ihrem Handwerk. Sie dürfen nur nicht zu lange bleiben.“ (GA 254, 25.10.1915) Diese Situation beim Durchschreiten der Todespforte ermöglicht einen tiefen Blick in die innere Seelendramatik des heutigen Menschen. Während er im Leibe genießend nach immer mehr Leben und Leben strebt, droht ihm die Gefahr, sein leibloses Leben zu verlieren, weil er es nicht begreifen kann. Denn dazu fehlen ihm die Begriffe - die Begriffe als die geistigen Augen der Seele. Obwohl er sie vor sich hat, entzieht sich ihm darum das Dasein der Hierarchien. Und dadurch verdunkelt sich für ihn der Sinn seines Lebens. Er verliert den Zugang zu seiner eigenen Lebenserfahrung. Doch gibt es ein wirksames Mittel gegen die Möglichkeit einer solchen wahrhaft erschreckenden Entwicklung: die Aneignung von Verständnis für die geistige Welt, die denkende Erarbeitung geisteswissenschaftlicher Begriffe. Dadurch entwickelt der Mensch die Kräfte, die es ihm immer mehr und mehr ermöglichen, sich Ahriman, dem Herrn des Todes, schon im Leben erlebend gegenüberzustellen. Denn das Streben Ahrimans ist es, den Intellekt des Menschen in seine Macht zu bekommen. „Die ahrimanischen Wesenheiten machen sich so für die denkende Seele geltend wie die luziferischen für die fühlende. Sie fesseln das Denken an die Sinneswelt. Sie lenken es von der Tatsache ab, dass alle Gedanken nur eine Bedeutung haben, wenn sie als ein Teil der großen Gedankenordnung der Welt sich geltend machen, welche in dem Sinnessein nicht gefunden werden kann.“ (GA 17, Kap. „Von Wesen der Geisteswelten“) Das Fesseln des Denkens an die Sinnenwelt wird Ahriman unmöglich gemacht, wenn der Mensch individuell zu denken beginnt und seine ganz persönlichen Lebenserfahrungen in allen Einzelheiten in den großen Weltenzusammenhang hineinzustellen beginnt, wodurch sie ihren  Sinn und ihre Bedeutung offenbaren. Dann überwindet der Mensch die Qualen der Reflexion, die immer wieder nur über das Denken denken kann. Er nimmt einen ganz neuen Inhalt in sein Denken auf, der nicht mehr aus der Vergangenheit, aus der gewordenen Welt stammt, sondern aus der Welt des Werdens, der schöpferischen Kräfte, die aus der Zukunft der Seele fließen. „Ahriman kann machen, was er will: den Verstand den Menschen in der Gegenwart oder Zukunft anwenden auf das  Studium der Geisteswissenschaft, den kriegt er nicht. Dessen können Sie sicher sein.“ (GA 254, 29.10.1915) (Manipulatie en machtsontplooiing. Wat terminator-technologie en denkverbod met elkaar te maken hebben)
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